Wappen
 
 
Leitbild
Infoschrift
Konstitution
Grosses Kapitel
Balleien
Archiv
Links
Abzeichen
Abzeichen
  HomeInhaltAnregungenKontakt  
  Internationaler St. Hubertus Orden  
   
       
 
     
 

Ziele/Aufgaben/Ethik

Legenden entstehen zu allen Zeiten und in allen Kulturkreisen als Erkenntnnisse aus der Auseinandersetzung des Menschen mit der Welt in ihm und um ihn. Sie berichten in historischem Gewande, was als ethische Wahrheit und Leitlinie menschlichen Verhaltens zu allen Zeiten gilt. Sie wollen Orientierungshilfen in menschlichen Krisensituationen geben und Zukunftshoffnungen vermitteln. Es geht ihnen nicht um die Wahrheit der Tatsachen, sondern um die Wahrheit des Möglichen.

So nimmt die Legende in der Darstellung des Heiligenschicksals etwas vorweg, was in der persönlichen Krisensituation ihres Hörers noch aussteht: den Sieg über die irdischen Mächte und inneren Zwänge.

Der Jäger steht hier nur als Symbol stellvertretend für den Menschen, der in seiner Orientierungslosigkeit nicht zur Verantwortung findet.

In diesem übertragenen Sinne ist die Hubertuslegende heute aktueller denn je.

Die Legende von Hubertus ist die Geschichte einer Umkehr, ist die Legende von einem Menschen, der ehemals auf und in die Knie zwang, was um ihn herum war, der aber auf einmal durch das Objekt seiner nackten Begierde hindurchschaut, dann selbst auf die Knie fällt und zu der Ordnung zurückfindet, die jenseits von Beutetrieb und Trophäengier liegt.

Er erkennt plötzlich in seiner Beute das Geschöpf, das heisst, er lässt Gottes Massstäbe für sich gelten.

Die biblische Tradition nennt dieses nötige geistliche Element in unserem Leben, diese Einsicht in die Zusammenhänge des Lebens etwas ungewohnt, aber passend "Demut". Mit seinem Schritt zur Demut gerät auch Hubertus in einen neuen Einklang mit Gott und seiner Schöpfung. Er kehrt heim in die Einheit, findet zurück zu schöpferischer Liebe und Freiheit.

Nicht als Büttel unserer verrückten Massstäbe, nicht als Knechte der freien Herrschsucht und der ungezügelten Passsion sollen Menschen ihr Tage- und Waidwerk tun, sondern im Dienste des Schöpfers, des schöpferischen Geistes, den Christinnen und Christen mit der Bibel "Gott" nennen.

St. Hubertus ist wirklich ein Schutzpatron. Er schützt den Menschen vor Selbstüberschätzung und Beziehungslosigkeit. Er lässt uns darum bitten, dass sich der Herr, wie im Geweih des Hubertushirsches, schützend vor seine Schöpfung stellt, dass wir alle sowohl im Menschen als auch im Tier und in der Pflanze den Schöpfer erkennen und ehren, dass wir seine Schöpfung schützen und erhalten.

 
     
   
         
  © 2000 JBWeb - Web Publishing & E-Commerce
    Alle Rechte vorbehalten